Freitag, 13. März 2009

Mit ohne Achtsamkeit

Ich hatte diese Woche grosse Mühe, den Wochenauftrag auszuführen. Ich nahm mir zwar vor, achtsam durch die Welt zu gehen, hatte aber immer so viele andere Dinge wie Bachelorarbeit, Modulnachweise und, und, und im Kopf, dass ich nicht achtsam auf meine Achtsamkeit war. Das ist eigentlich ein trauriges Erkenntnis, denn es zeigt mir, dass ich nicht mehr sehr achtsam durch die Welt gehe, wenn ich sehr beschäftigt bin. Obwohl ich ansonsten nicht das Gefühl habe, dass ich unachtsam meinen Weg gehe. Ich achte, was um mich und in mir passiert. Toll finde ich immer den Frühling. Im Moment spriessen die Schneeglocken aus dem Boden, unser Hamamelisstrauch blüht, die Vögel zwischtern die Frühlingslieder und ab und zu weht eine Brise Frühlingsduft. Nur die Frösche und Molche sind leider noch nicht in den Teich zurückgekehrt.

Mit Menschen komme ich im Zug tagtäglich in Kontakt. Gestern habe zum ersten Mal seit ich täglich mit dem Zug nach Rorschach fahre mit dem Ipod Musik gehört und dazu gelesen. Eigentlich ist es komisch, dass ich das genau mache, wenn ich achtsam auf meine Mitmenschen sein sollte. Aber so ist mir aufgefallen, dass ich von der Zugfahrt nichts mitbekommen habe. Nicht wo der Zug ist, nicht wie sich das Wetter draussen verändert, nicht über was sich die Menschen um mich herum unterhalten oder was sie lesen. Zwar konnte ich so in Ruhe arbeiten, es war aber komisch, plötzlich in Heerbrugg auszusteigen und erst dort zu merken, dass es im Rheintal regnet und die Frau welche mir gegenübergesessen ist einen blauen Pullover getragen hat.

Ich werde mich bemühen, mich nächste Woche wieder vermehrt achtsam zu verhalten und meine Achtsamkeit zu reflektieren.

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