Sonntag, 10. Mai 2009

Eine Küchenraffel und eine Discokugel gehen auf Reisen

1. Frage
Sehr gut.

2. Frage
Nützlichkeit, Aussehen, Qualität und Loslösungsfähigkeit.

3. Frage
Nicht alle gaben wir leicht her...mit einigen verbinden wir tiefe Erinnerungen oder sind uns nicht sicher gewesen, ob wir sie nicht selber noch gebrauchen können.

4. Frage
Es war ein tolles Gefühl, dass man etwas mitnehmen darf. Aber leider hatte es für uns einige fragwürdige Gegenstände.

5. Frage
Es ist nicht so schlimm, vorallem wenn es ins Brockenhaus kommt, findet es bestimmt da einen neuen Besitzer oder eine neue Besitzerin.

6. Frage
Selina hat fünf Gegenstände gebracht und einen mitgenommen. Aber er ist multifunktionell, sie kann jetzt vier verschiedene Raffelstärken und -formen anwenden!
Fiona hat ebenfalls fünf Gegenstände gebracht und drei kassiert. Eine Discokugel für romantische Momente, einen Karabinerhacken für heikle Momente und ein Schmuckdösli für reiche Momente.

7. Frage
Genau gleich! Super Idee.

Freitag, 8. Mai 2009

Untersuchungen zur biologischen Küche

Schmeckt biologisches Essen besser oder anders als konventionelles?

"Saltimbocca alla romana con Risotto all' Safrano e verdura"
*(b=biologisch, k=konventionell)

Fleisch
Geschmacklich konnten wir beim Kalbsfleisch keinen Unterschied erkennen. Mit Gedanken an das glückliche Kalb auf der blumigen Wiese war jedoch das b-Plätzli* eher zu geniessen. Wir gehen davon aus, dass bei Bio auch die Haltung der Tiere stimmt. Deutlicher war der Geschmacksunterschied beim Rohschinken. Sowohl roh als auch gebraten hatte die Bio-Ausgabe einen kräftigeren und salzigeren Geschmack, wie der konventionelle Schinken aus der Migros.

Safranrisotto
Damit die b-Variante und die k-Variante* wirklich gleich schmecken, entschieden wir uns, dass je eine Person für einen Teil des Menus zuständig ist. Ich kochte also den Risotto.
Dafür brauchte ich Zwiebeln, Olivenöl, Reis, Hühnerbouillon und Safran.
Als erstes kochte ich für die beiden Varianten die Hühnerbouillon. Schon da stellten sich erste Unterschiede heraus. Die b-Bouillon war in Pulverform, während es sich bei der k- Bouillon um Würfel handelte. Der Geschmack, sowohl mit der Nase als auch mit dem Mund, unterschied sich ebenso wie das Aussehen. Die b-Bouillon roch nach richtigem Huhn und war eher trüb und hell. Festere Stoffe setzen sich nach dem Aufkochen auf den Boden ab. Einige Gewürzkräuter schwammen auch noch darin herum. Die k-Bouillon war vom optischen her dunkler und Fettaugen schwammen an der Oberfläche. Sie roch, wie wir Hühnerbouillon meistens riechen, im Gegensatz zur b-Variante eher weniger nach Huhn. Auch beim Probieren waren Differenzen zu schmecken. Die k-Bouillon ist im Geschmack salziger und fettiger. Die b-Bouillon schmeckt fast so, als ob man in ein Huhn beissen würde. Sie ist weniger salzig und kaum fettig.
Bei den Zwiebeln konnte ich keine Unterschiede feststellen. Ich muss zugeben, ich habe sie aber roh auch nicht probiert. Ebenfalls keinen Unterschied merkte ich beim Olivenöl, wobei dies eine schwierige Sache ist. Um Olivenöl wirklich zu testen, hätten wir wohl reines Olivenöl probieren müssen und selbst dann ist es immer noch Geschmacksache.
Der Reis unterschied sich optisch ein wenig. Der k-Reis war eher grösser und dicker, während der b-Reis klein und fein war (k-Reis vielleicht gentechnisch verändert???).
Während wir beim k-Safran Pulver verwendeten, hatten wir b-Safranfäden gekauft. Mit dem Pulver verfärbt sich der Reis sehr schnell und schön. Mit den Safranfäden hatte ich mehr Probleme. Ich musste sie erst mit einem Löffel zerdrücken, damit sich ihr Aroma besser entfalten konnte. Leider färbten die Safranfäden nicht sehr stark, aromatisierte den Reis aber trotzdem.

Gemüse
Den auffälligsten Unterschied beim Gemüse haben wir bei den Karotten bemerkt, denn die b-Karotten hatten viel mehr Geschmack als die konventionellen. Der Lauch und die Zucchini sahen in beiden Varianten gleich aus und liessen sich kaum unterscheiden. Ausser, dass der b-Zuccini einen etwas bitteren Geschmack im Mund hinterliess.

Optischer Eindruck
Safranrisotto Wie schon erwähnt, war der b-Risotto heller als der k-Risotto. Die Reiskörner waren beim b eher kleiner als beim k. Ansonsten waren keine optischen Unterschiede festzustellen.
Gemüse Beim Gemüse gab es keinerlei optische Unterschiede. Interessant wäre ev. die Struktur des Gemüses unter der Lupe anzuschauen und herauszufinden, ob so Differenzen zu erkennen wären.
Saltimbocca Da wir b-Kalb und k-Schwein genommen hatten, unterschied sich das Fleisch natürlich im Aussehen. Die Schweinesaltimbocca waren etwas grösser. Der k-Rohschinken war etwas dünner geschnitten als der b-Rohschinken. Ansonsten konnte ich keine optischen Unterschiede feststellen.


Links: Non-Bio-Food Rechts: Bio-Food

Geschmack
Safranrisotto Laut den Testpersonen und uns selbst unterlag der k-Risotto dem b-Risotto geschmacklich. Er war vielleicht auch etwas intensiver gewürzt, hatte aber allgemeinen mehr und den besseren Geschmack.
Gemüse Beim Gemüse ist der Unterschied der Karotten und der Zucchinis zu erwähnen. Die b-Karotten waren intensiver im Geschmack (etwas erdiger und süsslicher). Dafür waren die b-Zucchini bitterer als die k-Zucchini.
Saltimbocca Da wir leider nicht das gleiche Fleisch nehmen konnten (b-Kalb und k-Schwein) waren die Voraussetzungen ungünstig. Die b-Saltimbocca waren geschmacklich unübertrefflich und das Fleisch war sehr zart; was wohl auch daran lag, dass es eben Kalbfleisch war. Aber auch die k-Saltimbocca waren vorzüglich. Nicht ganz so zart wie das Kalbfleisch, aber auch sehr gut.
Zählt man die Punkte also nun zusammen, so gewinnt trotz der bitteren Zucchini die biologische Variante. Wobei wir anfügen müssen, dass die konventionelle durchaus auch sehr gut war. Der Test war schwierig und wir mussten bewusst essen und schmecken, um feine aromatische Nuancen zu erkennen.
Zieht man noch den ökologischen Aspekt bei, so gewinnt das biologische Essen natürlich noch einen Punkt dazu.

Preis
Wie erwartet, muss ein jeder, der/die sich mit biologischen Produkten eindecken will, bei einigen Nahrungsmitteln tiefer in die Tasche greifen. Besonders deutlich mussten wir dies beim Kauf von Fleisch spüren. In der Migros haben wir k-Kalbsplätzli zu einem Kilopreis von 46 Fr. bekommen während im Bio-Supermarkt für 78 Fr. pro Kilo berechnet werden. Auch beim Rohschinken für unser Saltimbocca zahlten wir für die b-Version fast das dreifache wie für den k-Schinken. Der Unterschied beim Gemüse war hingegen unserer Ansicht nach nicht signifikant. Einzig die k-Zwiebel kosteten beim orangen M 1.80 Fr. pro Kilo während im Bioladen für das gleiche Gewicht 5.70 Fr. verlangt wird. Grosse Augen machten wir ausserdem beim Safran und bei der Hühnerbouillon. Bei beidem kostete die Bioversion ebenfalls das Dreifache kostete.

Verfügbarkeit
Grundsätzlich war es uns ohne grosse Probleme möglich, alle Produkte für unser Menu einerseits in Bio-Version und andererseits in der konventionellen Ausgabe zu finden. Allerdings mussten wir wegen dem b-Fleisch und dem b-Safran in den Bio-Supermark, weil dies in der Migros nicht erhältlich war. Auch die Zwiebel sowie die Karotten kauften wir im Bioladen, weil es in der Migros nur Kilopackungen von Bio-Zwiebeln und Bio-Karotten gab und wir gerade keine so grosse Nachfrage nach denselben hatten. Als dritte, nicht im Migros erhältliche Zutat ist ausserdem die Bio-Hühnerbouillon zu nennen, welche wir jedoch im Bioladen problemlos zwischen all den anderen tollen Angeboten fanden.

Schlusszitat

Wir schliessen unsere Untersuchung zum biologischen Essen ab und kommen zum Schlusszitat: Bio schmeckt zum grössten Teil besser und bringt nur in wenigen Produkten einen enormen Preisaufschlag mit sich (Fleisch, Zwiebeln, Safran und Hühnerbouillon). Wir denke man sollte einen Mix finden zwischen k-Produkten und b-Produkten, denn auch k-Produkte wie beispielsweise jene "aus der Region" sind bereits nachhaltig. Also liebe Leute kocht was das Zeug hält und macht euch selber mal ein Doppelmenu mit k- und b-Produkten – dann könnt ihr euch selber davon überzeugen!

Samstag, 4. April 2009

2.Rückmeldung

Liebe Studierende

Ich lese gerade das Buch „Das Wunder der Achtsamkeit“ von Thich Nhat Hanh, welches zeigt wie „einfach“ Meditation und Achtsamkeit in unser Leben integriert werden kann/könnte. Achtsamkeit ist ein Schlüsselwort der buddhistischen Lehre. Dies hat aber nichts mit rigider Hab-Acht-Disziplin zu tun, also verkrampfte Selbstkontrolle, mit der wir eine Cola-Dose in höchster Konzentration auf dem Waldboden abstellen und dort liegen lassen, ohne Gedanken an die Umwelt. Sie ist auch nicht als ein kritisches Überwachen und Bewerten der Prozesse in Körper und Geist zu verstehen. Laut dem Autor, einem buddhistischen Mönch und Meditationslehrer, heisst Achtsamkeit mit liebevoller Akzeptanz alles willkommen, worauf sie sich richtet. Ob körperliches Befinden, spirituelle Fortschritte oder altruistische Ideale. Das Schöne an der Übung zur Achtsamkeit ist, dass es nicht notwendig ist, die Beine im Lotossitz zu verknoten oder sich in einem Ashram von der Welt abgeschottet zu verstecken – sie kann hier und jetzt stattfinden, beim Wäsche aufhängen, dem Kinderlachen aus Nachbars Garten zuhören oder beim Betrachten einer blühenden Osterglocke.
Die Umsetzung, trotz eigentlich simpelster Aufgabe, fällt oft nicht leicht. Der Frühling hilft, den Blick aufs Detail zu richten. Ausgehungert nach Farben und frischem Grün braucht es nur einen kleinen Anstoss, achtsam durch die Natur zu gehen.
Im Zusammenhang mit Achtsamkeit ist mir dieses wunderschöne Zitat in die Hände gefallen, das ich Ihnen ans Herz legen möchte:

„ Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige,
immer ist der wichtigste Mensch der, der dir gerade gegenübersteht,
und immer ist die wichtigste Tat die Liebe.“
(Meister Eckehardt)

Oder wie es Ihre Mitstudentin Selina Schädler auf den Punkt gebracht hat:
„Achtsamkeit ist eine wichtige Voraussetzung für Respekt und Wertschätzung, was wiederum eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltig-korrekte Lebensweise ist.“

Es freute mich, dass die Ihnen „verordnete“ Stunde in der Natur in Anbetracht der nahenden Abgabe der Bachelor-Arbeiten nicht als „vergeudete Zeit“ vorgekommen ist. Ich stelle auch für mich selbst leider immer wieder fest, dass die Reihe der BA’s, Prüfungen, Lektionsvorbereitungen, dringenden Email-Beantwortungen, Erledigungen, … niemals von selbst abreisst (siehe Erwartungen, die man an freie Tage oder Ferien knüpft, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten. Nur um festzustellen, dass am Ende der Ferien nicht alles erledigt werden konnte und der „die-will-ich-lesen-Bücherstapel“ gleich hoch wie zuvor ist). Jede und jeder von uns kann sich „Atempausen“ nur selbst schaffen, um den scheinbar „unwichtigen“ Dingen im Leben wenigstens hin und wieder Platz einzuräumen. Sie wurden durch diese Wochenaufgabe dazu genötigt eine Stunde bewusst die Natur zu geniessen – und wie ich Ihren Einträgen entnehme, tat diese „Kopflüfterei“ den meisten so wohl, dass Sie eine Wiederholung nicht ausschliessen! Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Ihre Lieblingswege und Spazierrouten Sie immer wieder wichtige Auszeiten nehmen und Sie Kraft und Energie aus der Natur schöpfen lassen.

Danke, dass Sie sich mit solchem Engagement auf die Themen eingelassen haben! Wenn da und dort etwas hängen bleibt, das von Ihnen weitergetragen wird, ist ein grosser Schritt in die richtige Richtung getan!

Mit freundlichen Grüssen

Ursula Wunder

Mittwoch, 18. März 2009

Die Geschichte vom ERDmännchen…

Manchmal muss man wohl „gezwungen“ werden, eine Weile bewusst in der Natur zu verbringen. Mich zieht es zwar auch so immer wieder nach Draussen und ich trete auch den Heimweg oft gerne ganz bewusst als ein solches Naturerlebnis an. Ich nehme mir danach jeweils vor, bald wieder ein Spaziergang zu machen oder irgendwo in der Natur zu verweilen. Und doch gehen solche Vorsätze dann in der Hitze des Alltag-Gefechts trotzdem oft wieder unter.

Das bewusste Wahrnehmen der Natur hilft mir dabei einerseits vom Alltagsgeschehen „abzuschalten“ und andererseits meinen Gedanken dazu nachzugehen. Indem ich die Natur beobachte, kann ich zudem eine Ruhe und Gelassenheit auftanken UND ausleben, welche ich sonst nirgends finde. Dies könnte man auch als „sich erden“ bezeichnen. Ich kann also sagen, dass ich mich mit der Natur verbunden fühle.

Diese Verbundenheit ist für mich ein sehr wichtiger Grund, weshalb ich mich für eine nachhaltige Entwicklung einsetze. Die Natur zeigt uns doch tagtäglich auf, wie einfach doch alles sein könnte und dass jedes Wesen eigentlich einen Platz auf dieser Welt hätte…

Wie das Erdmännchen! Das erdet sich auch immer wieder gerne.

Salamanderlöcher, Bärlauch und Co.


Zum Glück haben wir diese Woche einen solchen Auftrag bekommen...So konnte ich mich getrost auf einen längeren Spaziergang durch die Natur machen und dabei sogar etwas fürs Studium tun. Solche Aufträge sollte es viel mehr geben!!

Auf meinem Spaziergang kam ich an Häuser und Gärten, an Wiesen, an Weinbergen, an Bächen, im Wald und an unserem "Hausschloss" vorbei. Erinnerungen an meine Kindheit wurden wach: Wie wir gemeinsam mit andereren Kindern und dem Naturschutzverein den Eberliwisbach aufgeräumt hatten und am Abend glücklich und von oben bis unten nass waren; als uns mein Vater das geheime Versteck von Feuersalamandern und Fröschen gezeigt hatte (den Deckel des Schachtes wollte ich heute auch öffnen und schauen ob sich immer noch Tierchen darin verstecken, ich habe ihn aber leider nicht aufgebracht); das Steckenschnitzen und Bräteln am Schlossteich; das "Zwergenwägli" mit der Zwergenbadewanne und dem Krebsbaum; der Kastanienberg, wo wir jeweils im Herbst haufenweise Kastanien gesammelt haben.


Mit der Natur habe ich eine sehr starke Verbindung. Früher schon verbrachten wir die Zeit sehr viel draussen und lernten die Natur kennen und schätzen. Ich hatte und habe das Glück, Eltern zu haben, denen die Natur auch sehr wichtig ist und die mir so sehr viel mitgegeben haben. Noch heute muss ich im Frühling immer wieder an unseren Teich gehen, die Frösche zählen, Molche fangen und den schön glitschigen Leich bewundern. Der Weg von meinem Zuhause in die Natur ist nicht weit. Zweimal umpurzeln und schon stehen wir mitten im Wald, was wunderschön ist.


Da mir die Pflanzen, die Tiere und das ganze Ökosystem sehr wichtig sind und ich die Natur schätze, möchte ich, dass sie auch geschützt wird.


(Bildquelle: www.tholiger.de/Tierseite/original/Molch.html, Accessed 18.März 09)

Montag, 16. März 2009

Naturaffäre?

In der Frühlingssonne geniesse ich das Entspannen im Liegestuhl in meinem Garten. Durch die bewusste Wahrnehmung durchströmt mich ein Glücksgefühl und ich kann gelassen die Natur betrachten. Es werden nach einer Zeit alle Sinne aktiviert und ich höre immer mehr Dinge. Den kalten Wind spüre ich auf meinen Wangen und ich kuschle mich in meine Kapuzenjacke ein. Warm ist es noch nicht, aber angenehm um ein Stunde an der Sonne zu sitzen. Der Garten in dem ich sitze ist seit acht Jahren ein Teil von meinem Zuhause und dies bestärkt das Wohlgefühl zusätzlich. Nebenan werden Bäume geschnippselt, die Feuerwehr kontrolliert die Wasserkanäle, die Vögel sind hektisch am Pfeifen, die Kinder sind im T-Shirt (!) am Fussballspielen, die Nachbarin arbeitet im Garten, … man merkt, dass der Frühling im Anmarsch ist. Die Natur beeinflusst unser Leben und sie wird beeinflusst von uns. Also bin ich auch ein Teil davon, eine Tatsache der man sich nicht ständig bewusst ist. Ich fühle mich verbunden mit der Natur, vor allem in Momenten wie diesen. Nur leider sind diese Momente in meinem Leben momentan eher karg. Aber es liegt an mir dies zu ändern und meine Teilnahme an der Natur zu verstärken, um sie zu stärken. Denn nur so kann ich mithelfen für eine nachhaltige Zukunft. Der Frühling ist für die Natur ein guter Kumpel, da er die Menschen aufrüttelt und antreibt. Denn die Heizungen werden nach unten geschraubt, es werden Pflanzen gepflanzt und das Velo wird wieder aktiv benutzt.

Freitag, 13. März 2009

Mit ohne Achtsamkeit

Ich hatte diese Woche grosse Mühe, den Wochenauftrag auszuführen. Ich nahm mir zwar vor, achtsam durch die Welt zu gehen, hatte aber immer so viele andere Dinge wie Bachelorarbeit, Modulnachweise und, und, und im Kopf, dass ich nicht achtsam auf meine Achtsamkeit war. Das ist eigentlich ein trauriges Erkenntnis, denn es zeigt mir, dass ich nicht mehr sehr achtsam durch die Welt gehe, wenn ich sehr beschäftigt bin. Obwohl ich ansonsten nicht das Gefühl habe, dass ich unachtsam meinen Weg gehe. Ich achte, was um mich und in mir passiert. Toll finde ich immer den Frühling. Im Moment spriessen die Schneeglocken aus dem Boden, unser Hamamelisstrauch blüht, die Vögel zwischtern die Frühlingslieder und ab und zu weht eine Brise Frühlingsduft. Nur die Frösche und Molche sind leider noch nicht in den Teich zurückgekehrt.

Mit Menschen komme ich im Zug tagtäglich in Kontakt. Gestern habe zum ersten Mal seit ich täglich mit dem Zug nach Rorschach fahre mit dem Ipod Musik gehört und dazu gelesen. Eigentlich ist es komisch, dass ich das genau mache, wenn ich achtsam auf meine Mitmenschen sein sollte. Aber so ist mir aufgefallen, dass ich von der Zugfahrt nichts mitbekommen habe. Nicht wo der Zug ist, nicht wie sich das Wetter draussen verändert, nicht über was sich die Menschen um mich herum unterhalten oder was sie lesen. Zwar konnte ich so in Ruhe arbeiten, es war aber komisch, plötzlich in Heerbrugg auszusteigen und erst dort zu merken, dass es im Rheintal regnet und die Frau welche mir gegenübergesessen ist einen blauen Pullover getragen hat.

Ich werde mich bemühen, mich nächste Woche wieder vermehrt achtsam zu verhalten und meine Achtsamkeit zu reflektieren.