Nachdem ich den Auftrag gelesen habe, bin mal auf der NZZ-Seite rumgesurft und habe etwas zur nachhaltigen Entwicklung gesucht. Und suchen musste ich auf der NZZ-Webside wirklich. Schlussendlich bin ich auf eine kleine Anzeige von Fastenopfer und Brot für alle gestossen. Ich habe genau bewusst in der NZZ gesucht und bewusst diesen kleinen Bericht vom Fastenopferprojekt gewählt, weil es etwa mein Bild der NZZ spiegelt (Geld, Finanzen, Banken, Wirtschaft). Ich war gespannt ob ich in der Online-NZZ etwas über Nachhaltigkeit finden werde.
Vom diesjährigen Projekt von Fastenopfer und Brot für alle habe ich schon einiges gelesen. Sie wollen den Klimawandel bekämpfen, weil zusehends immer mehr Drittweltländer unter den klimatischen (von uns verursachten) Bedingungen leiden und so noch mehr benachteiligt sind. Die NZZ beschreibt das Projekt in 5 Sätzen, und was mich vor allem stört, in einer unpassenden grammatischen Form: dem Konjunktiv 1 ("Der Klimawandel sei zunehmend Schuld daran..." (Zitat aus http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/fastenopfer_brot_fuer_brueder_kampagne_1.2071656.html, Klimaschutz als Entwicklungshilfe, Zugriffsdatum 23.2.09).
Ich finde es eine sehr unpassende Form, da der Artikel so tönt, als ob sich Fastenopfer und Brot für alle diese Problematik ausgedacht hätten (sei, wäre, täten...). Vielleicht haben sie auch diese Formulierung gewählt, weil sie klar machen wollen, das dies die Meinung von Fastenopfer und Brot für alle ist, und nicht ihre eigene.
Lest doch den Artikel mal...Wirkt er auf euch auch so abwertend?
Trotz der unglücklichen Formulierung ist es ja grundsätzlich gut, wenn die NZZ Artikel über Ökologie und Sozialem auf ihrer Webseite hat. Ich finde das Projekt von Fastenopfer und Brot für alle sehr sinnvoll. Vor allem zeigt es uns Westlern, dass die Menschen auf gewissen Teilen dieser Erde schon direkt vom Klimawandel betroffen sind. Das schafft Anreize und Motivation zum Handeln. Was die NZZ betrifft, bin ich vielleicht ein wenig voreingenommen. Ich werde in den nächsten Tage wieder in der NZZ surfen und nach Artikeln über Nachhaltigkeit suchen (einen weiteren habe ich über die Entwicklung von schadstoffarmer Antriebe gefunden).
Den Artikel zum Nachlesen findet ihr unter http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/fastenopfer_brot_fuer_brueder_kampagne_1.2071656.html
(Zugriffsdatum 23.Februar 09)
Nachdem ich einige Kommentare bekommen habe, muss ich meine voreingenommene Meinung über die NZZ relativieren. Scheinbar habe ich diese Zeitschrift als zu wirschaftlich und und börsianisch abgetan. Sorry.
Den zweiten Beitrag zur nachhaltigen Bildung in der Schweiz habe ich in der Tagesschau gesehen. Und er handelt.....schon wieder von der Klimaerwärmung. Der Beitrag der Tagesschau vom 25. Februar handelt von den immer schneller schmelzenden Polen unserer Erde. Scheinbar schmilzt der Südpol viel schneller, als bis vor einiger Zeit angenommen wurde. Auswirkungen machen sich bemerkbar bei den Inuits, welche immer mehr Jäger retten müssen, welche auf losen Eisschollen weggetrieben werden (weitere Auwirkungen welche Menschen schon am eigenen Leibe spüren sind auf der oben genannten Internetseite von Fastenopfer nachzulesen). In Zukunft wird es auch immer häufiger Naturkatastrophen wie Stürme, Dürren und Hurrikans geben. Der Temperaturanstieg am Südpol beläuft sich auf 0,5 Grad Celsius. Das ist ganz schön beträchtlich, wenn man bedenkt, wie empfindlich unser Ökosystem ist. Ökosystem sagts schon, der Beitrag handelt um unser Ökosystem, welches langsam wie eine Glace zerfliesst. Was sich wiederum auch auf die soziale Dimension auswirkt.
Als ich diese Meldung gestern im Radio gehört habe (da kam diese Meldung auch in den Nachrichten, heute schaute ich mir deswegen die Tagesschau von gestern nochmals an), wurde mir schlagartig wieder bewusst, dass es allerhöchste Zeit ist, etwas zu unternehmen. Und zwar alle...Allen voran die Regierungen, die Firmen, Einzelmenschen, schlicht jeder und jede die/der etwas dazu beitragen kann. Langsam aber sicher wird die Situation brenzlig und wenn wir nicht bald kalte Füsse bekommen und etwas tun, werden sie irgendwann von Meereswasser gekühlt werden.
Den Bericht aus der Tagesschau findet ihr unter http://www.sf.tv/videoplayer/sa_player.php?divid=vplayer49a6c163aafa2&skinid=popup&referrer=http%3A//www.sf.tv/sendungen/tagesschau/index.php%3Fdocid%3D20090225&usage=
(Zugriffsdatum 26. Februar 09)
Montag, 23. Februar 2009
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Fastenopfer und "Brot für alle" engagieren sich seit Jahren für Menschen denen es schlechter geht als uns. Ich finde neben dem Umweltschutz gehört die humanitäre Arbeit genau so in den Bereich der Nachhaltigkeit.
AntwortenLöschenDein Bild von der NZZ kannst du mit gutem Gewissen überarbeiten :-) Schau einmal in den "Wissenschaftsbund" dieser enthält oft spannende Themen und Hintergründen. Den Börsenteil würde ich auch weglassen, hab leider kein überflüssiges Geld welches ich an der Börse anlegen könnte...
Hallo Anna-Katharina
AntwortenLöschenErstmals möchte ich dir zustimmen, ich finde den Bericht auch sehr 'merkwürdig' und auf eine herablassende Art geschrieben. Trotzdem muss ich der NZZ zugutehalten, dass sie wenigsten einige Beiträge zur Nachhaltigkeit online hat, denn ich habe meinen Post auch aus der NZZ - natürlich dürfte es aber noch viel mehr Nachhaltigkeit und weniger Geld, Geld, Geld sein.
Ich finde es toll, dass du genau diesen Beitrag gefunden hast. Bedauerlicherweise hatte ich vor deinem Post noch nie etwas von 'FASTENOPFER UND BROT FÜR ALLE' gehört. Nach dem lesen bin ich gleich auf die HP gegangen, habe einige tolle Ansätze, Ideen und gute Aktionen der Organisation gefunden - es ist toll zu sehen, dass es auch Leute gibt, die sich sinnvoll einsetzen. Sehr wichtig finde ich es den 'Westlern' aufzuzeigen, dass es tatsächlich Menschen gibt, welche in Not leben, weil WIR Westler nicht auf die Umwelt schauen. Diese Problem ist da und trifft die Menschen teilweise so schlimm das man es sich kaum vorstellen kann, auch wenn wir Schweizer davon kaum etwas mitbekommen, jeder von uns ist mitverantwortlich! Ich hoffe deshalb, dass die Idee von 'Fastenopfer und Brot für alle' um die Welt geht und viele Menschen erreicht, betroffen macht und zum Umdenken anregt.
LG
Sanja Mitrovic, LG06C
Hallo Anna,
AntwortenLöschenhabe deinen Bericht sehr gerne gelesen, da ich ebenfalls einen Artikel aus der NZZ in meinen Post integrierte. Auch die Vorurteile gegenüber der NZZ teile ich mit dir. Es ist halt schon eine sehr wirtschaftsorientierte Zeitung und ich war auch wirklich überrascht über den "nachhaltigen" Fund da drin.
Was ich noch sehr aufschlussreich fand, waren die geposteten Kommentare am Anschluss an den Artikel, von Zeitungslesern. ICh habe den Artikel zur Rangliste vom VCS gelesen, und dort dann sehr fragwürdige Ansichten von den Lesern vorgefunden.
Musst du vielleicht auch einmal durchlesen. Es gibt einfach immer noch Leute, die die offensichtliche Klimaveränderung nicht wahrhaben wollen und lieber auf ihren Luxus setzen. Ich meine, es wäre ja ein riiiesen Ding, sein Jaguar gegen ein Kleinwagen einzutauschen!!
Aber eben, es scheint mir einfach wichtig, dass wir als Lehrerinen uns einfach bewusst sind, welche Bedeutung "nachhaltige Entwicklung" hat. Und das wir eben nach diesen Prinzipien auch leben. Was andere Menschen tun und lassen ist sowieso schwer zu beeinflussen!